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Vorne Weser - hinten Sonne
Wohnen und Arbeiten im Grünen, direkt am Fluss, ![]() TEXT Von Wigbert Gerling Bremen. Die Sonne scheint, die große Glastür wird geöffnet und gibt den Weg aus dem lichtdurchfluteten Wintergarten frei - hinaus auf die Terrasse mit einem Breitband-Blick auf den Fluss im Vordergrund und die Stadt-Silhouette dahinter. Was nach den Londoner Docklands klingen mag, gilt bald für den Stadtwerder. Beste Aussichten erwarten die Nun geht es ins Detail. Die Bebauung des Stadtwerders nimmt konkrete Formen an. Und die architektonische Gestaltung soll diesem Standort angemessen sein, den Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing jüngst als einen der "spannendsten in Bremen" klassifiziert hatte. Mit dieser fachlichen Begleitung wurde ein Architekturpreis ausgelobt, der jetzt vergeben wurde. Eingeladen waren neun namhafte Büros auch internationaler Prägung - aus Kopenhagen, Zürich oder auch Bern. Der Wettbewerb wurde Die Architektur sei "attraktiv und anspruchsvoll", vermittle das Gefühl "von Licht und Luft", betonte gestern Manfred Zimmermann, Geschäftsführender Gesellschafter der Weser Wohnbau. Eine interessante Gestaltung der Gebäude, gen Norden der "Traumblick", nach Süden geschützte Loggien und Balkone - diese Aufteilung hob nicht nur Zimmermann hervor, sondern auch Der Senatsbaudirektor legte die Betonung auch auf den besonderen Standort der beiden Bauten, die dem Stadtwerder "das Gesicht" gäben. Die Gestaltung sei gelungen, komme "ohne modische Allüren" aus und könne sich selbstbewusst neben der "umgedrehten Kommode" behaupten, ohne in eine Konkurrenz zu dem historischen Wasserspeicher zu treten. Das Fazit von Franz-Josef Höing in seinem Ausblick auf architektonische Ansprüche an die weitere Bebauung auf dem Stadtwerder: "Gestalterisch ist nun klar, wo die Latte liegt." Zur Weserseite haben die Gebäude großflächige Fensterfronten. In die Fassade sind Wintergärten und Terrassen eingelassen, Weser Wohnbau-Chef Manfred Zimmermann erklärte gestern, nach Abstimmung letzter Planungsdetails könne mit dem Die Fassaden seien nicht nur "schöner Schein", so wurde gestern betont, sondern auch im Inneren könne die Raumaufteilung überzeugen. Die Wohnungen haben, wie es gestern hieß, Größen zwischen rund 90 und 200 Quadratmetern. Wenn man sich schon einmal "gedanklich einmietet", so Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing, dann werde schnell deutlich, dass der dänische Architekt Grundrisse gewählt habe, die nicht von vornherein vorgäben, wo der Wohn- und wo der Schlafraum sei - vielmehr ließen Auch ein Problem klang an: Erst werden die Wohnungen bezogen, dann beginnt mit Lärm der lange geplante und unverändert umstrittene Umbau der "umgedrehten Kommode" in einen Veranstaltungsort mit Restaurant auf dem Dach? So weit soll es nicht kommen. "Wir haben höchstes Interesse an einer Parallelität" der Baumaßnahmen, so Höing. Und Zimmermann sagte mit Optimismus: "Es gibt die Chance, dass sich festgefahrene Strukturen auflösen." Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Weser-Kurier Seite: 9 Datum: 13.05.2009 |
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